| Lokomotive | 392.2530 - WTK"4" |
| Hersteller | Lokomotivfabrik Wiener Neustadt |
| Fabriknummer | 5801 |
| Baujahr | 1927 |
| Achsfolge | D h2t |
| Vmax (km/h) | 50 |
In den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts sahen sich die BBÖ einem massiven Mangel an Verschublokomotiven gegenüber, da die bisher verwendeten Lokomotiven stark überaltert waren. Es war klar, dass die vernünftigste Lösung eine neue Verschublokomotiven war. Da sich zur selben Zeit die Nebenbahnlokomotive Baureihe 378 (später 93) in Entwicklung befand, wollte man unter Übereinstimmung möglichst vieler Bauteile die Verschublokomotivreihe ähnlich dieser gestalten. Unter Wegfall der Laufachsen entstand so die Reihe 478 (später 392). Außer den dadurch bedingten Änderungen am Rahmen, erhielten die 478er etwas vergrößerte Zylinderdurchmesser, sonst gab es praktisch keine Unterschiede. Insgesamt wurde von den BBÖ 50 Machinen beschafft.
Die Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG (WTK) beschaffte 1941 eine ähnliche Maschine, die jedoch 1974 ausgemustert wurde. 1966 benötigte die WTK eine weitere Dampflokomotive für die Kohlebahn Ampflwang - Timelkam. Da man mit der Reihe 392 keine schlechten Erfahrungen gemacht hatte, entschloss man sich für den Ankauf einer solchen Lokomotive von den Österreichischen Bundesbahnen. Die Wahl fiel auf die 392.2530.
Diese wurde 1927 von der Lokomotivfabrik Siegl in Wiener Neustadt gebaut. Für den Einsatz auf der Anschlussbahn erhielt diese in der Hauptwerkstätte Floridsdorf eine Druckluftbremse und trat noch 1966 ihren Dienst bei der WTK als Nummer "4" an. Dort versah sie ihren Dienst bis Anfang der 80er Jahre.
Nach der Ausmusterung gelang es der ÖGEG 1983 die Maschine zu erwerben. Im Jahr 1996 trat die 392.2530 ihre (vorerst) letzte Fahrt an. Nach einer umfassenden betriebsfähigen Aufarbeitung (siehe Bild nebenan) durch die ehrenamtlichen ÖGEG-Mitarbeiter, konnte die 392.2530 im Oktober 2009 als WTK"4" wieder feierlich in Betrieb genommen werden. Sie gelangt seither ua. vor den Museumszügen auf ihrer "Hausstrecke" von Ampflwang nach Timelkam zum Einsatz.

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